Der goldene Berg – Smiljanića Zakosi

Unsere Geschichte

Die Geschichte von Zakosi

Wie eine Frau auf der Flucht vor den Osmanen dem Land unter der Čigota ihren Namen gab – und wie aus kahlem Fels ein Ort der Erholung wurde.

I

Smiljana

Vor fast drei Jahrhunderten floh eine Frau mit ihren beiden Schwägerinnen, Ojdana und Jasna, vor den Osmanen. Ihr Name war Smiljana. Zuerst machten sie irgendwo bei Čačak Halt, doch ihre Schafherde begann zu kränkeln, und jemand sagte ihnen, das einzige Heilmittel sei die Flucht in die Berge, wo sich die Schafe erholen würden. So zogen sie weiter bis nach Ljubiš und überquerten den Fluss Ljubišnica. Der Fluss war damals so fischreich, dass die Schafe beim Durchwaten Forellen in ihrer Wolle ans Ufer trugen – und die Frauen deuteten das als Zeichen, dass sie angekommen waren. Genau dort ließen sie sich nieder, an einem Ort, der seitdem Stara Kućetina („die alte Heimstatt“) heißt.

Der Fluss war so fischreich, dass die Schafe beim Durchwaten Forellen in ihrer Wolle ans Ufer trugen.

Es dauerte nicht lange, bis der Aga – der örtliche osmanische Grundherr – von Alin Potok ein Auge auf Smiljana warf und beschloss, ihr das Land unter der Čigota zu schenken. Die Bedingung war einfach: Ihre zwei Söhne sollten auf ihre Pferde steigen, und alles, was sie an einem einzigen Tag umreiten konnten, sollte ihnen gehören. Die Söhne ritten, so hart sie konnten, und auf einem Gipfel brach ein Pferd vor Erschöpfung zusammen. Dieser Gipfel heißt bis heute Konjoder – wörtlich „Pferdeschinder“. So wurde das Land unter der Čigota, an jenem Tag gewonnen, zum Land der Smiljanićs.

Alte anthropogeografische Studien über den Zlatibor (Ljubomir Ž. Mićić, 1906) halten denselben Kern der Geschichte fest: Vor etwa 300 Jahren kamen drei Schwägerinnen nach Ljubiš, und die älteste, Smiljana, ließ sich genau in Stara Kućetina nieder. Von ihr stammt die große Familie Smiljanić ab, die sich später über die ganze Region Zlatibor verbreitete – von Ojkovica und Čajetina bis Užice und Čačak. Die Familie feiert als ihre Slava – das Fest ihres Schutzheiligen – den Đurđic, das herbstliche Georgsfest am 16. November. Aus derselben Linie stammt auch General Krsta Smiljanić, 1868 in Ljubiš geboren, Kommandeur der Drina-Division an der Salonikifront und später Ban (Statthalter) der Zeta-Banschaft – ein Kind desselben Dorfes und desselben Namens, dessen Denkmal heute am See auf dem Zlatibor steht.

II

Zakosi vor dem Tourismus

Jahrhunderte nach Smiljana blieb das Land unter der Čigota, was es von Anfang an war – Karst, kahl und steinig. Wo heute unsere Ferienhäuser stehen, war ein nackter, felsiger Hang mit wenig Gras. Ganzjährig lebte hier niemand: Die Winter in dieser Höhe waren zu hart, und erst der Frühling erweckte Zakosi zum Leben. Jedes Jahr zog ein Teil der Familie mit dem Vieh auf die Weide und blieb bis zum Herbst – derselbe jahreszeitliche Rhythmus der Transhumanz, nach dem der ganze Zlatibor lebte. Im Sommer wurden die Wiesen gemäht, und daher hat die Gegend ihren Namen: Zakosi, sonnige Hänge, gut zum Mähen.

Durch genau dieses Gelände zogen einst auch osmanische Karawanen, auf einem Weg, der weiter nach Čajetina führte – dort machten sie längere Rast und übernachteten. Im nahen Međi Do stehen bis heute die Reste eines alten Gasthauses, eines Blockhauses mit nur ein paar Zimmern – ein stiller Zeuge jener Zeit, als Zakosi ein Halt am Weg war und kein Ziel.

Bis zum Jahr 2000 blieb Zakosi kaum erschlossen – nur eine bescheidene, abgelegene Wochenendsiedlung, fernab von jedem Trubel.

Blick vom Haus zum Tornik
Blick vom Haus zum Tornik

III

Zakosi heute

Was jahrhundertelang kahler Fels und Sommerweide war, ist heute ein ruhiges Urlaubsziel – am Fuß von Čigota und Tornik, auf eben dem Land, das Smiljana der Überlieferung nach vor dreihundert Jahren erhielt. Die Ferienhäuser der Familie Smiljanić stehen genau hier, in der Siedlung, die noch immer ihren Namen trägt: Smiljanića Zakosi (oft auch Smiljanski Zakosi genannt). Dieselbe Luft, derselbe sonnige Hang, dieselbe Stille – nur ohne die Kälte, die die Menschen einst vor dem Winter ins Tal trieb.

Kommen Sie und spüren Sie diese Stille

Dieselbe Luft, derselbe sonnige Hang unter der Čigota – und Gastgeber, deren Familie seit Smiljanas Zeit hier lebt.

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